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Wut

WM: Vize-Weltmeister!

Das Schweizer Unihockeydamennationalteam ist an den Weltmeisterschaften in Schweden im Final den Gastgeberinnen und Turnierfavoritinnen mit 2:6 Toren unterlegen.

Aus der Traum vom zweiten WM-Gold nach 2005 für die Schweizer Unihockeyanerinnen: Sie versuchten mit 2 Blöcken gegen die über 3 ausgeglichene Linien verfügenden Schwedinnen ihren Traum zu verwirklichen, aber die Skandinavierinnen waren in dieser WM-Woche einmal mehr nicht zu bremsen und feierten ihr 4. WM-Gold nach 1997, 2003 und 2007. „Wenn man gegen ein solch starkes Team wie Schweden nach 26 Minuten mit 4 Toren hinten liegt ist es enorm schwierig diesen Rückstand aufzuholen“, meinte Headcoach Felix Coray nach dem Match. 

 

Die Entscheidung fiel im Mitteldrittel

 

Die Skandinavierinnen nutzten zu Beginn des mittleren Abschnitts Konzentrationsmängel bei den Schweizerinnen aus und zogen von 1:0 auf 3:0 davon. Und nur 1:44 Minuten, nachdem Andrea Hofstetter auf Zuspiel von Daniela Stettler zum 1:3 für die Eidgenossinnen markiert hatte, reagierten die WM-Gastgeberinnen mit einem Doppelschlag: Innert 10 Sekunden (!) erhöhten erst Dalbjer und Team-Oldie Dahlerus (33jährig) mit einem satten Backhandschuss auf 5:1. Neben dieses Hängers zu Beginn des Mitteldrittels „haben wir in der Offensive sicher zuwenig aus unseren Chancen gemacht“, so Coray. Doch die grossgewachsenen , athletisch äusserst schnellen, technisch ballsicheren Skandinavierinnen liessen in diesem temporeichen Spiel ihren Gegnerinnen auch nicht viele Möglichkeiten zu – selbst in Unterzahl nicht. Die Schussstatistik in diesem Match spricht eine deutliche Sprache: 20 Schüsse gaben die Schweizerinnen auf Hanna Pettersson ab, mit 39 fast doppelt soviele gingen Richtung Laura Tomatis.  Positiv zu werten ist, dass sich die Schweizerinnen nach dieser schwierigen Phase zu Beginn des Mittelabschnitts wieder aufzufangen vermochten. Corin Rüttimann gelang in der 37. Minute aus der Drehung heraus ein schöner Treffer zum 2:5, im Schlussabschnitt liess das Team von Felix Coray und Marco Moser wie bereits im Startdrittel nur einen Gegentreffer zu.

 

"Wir hatten eine tolle Woche"

 

„Unmittelbar nach dem Match fühlen wir sicher eine Leere und sind enttäuscht. Mit einer gewissen Distanz werden wir sicher auch stolz auf uns sein. Wir hatten eine tolle Woche, sind bis in den Final vorgestossen und kehren mit einer Silbermedaille heim“, erklärt Daniela Stettler nach dem Match, die jeweils den entscheidenden letzten Pass zu den zwei Schweizer Toren gegeben hatte.

 

5. WM-Medaille

 

Fürs Schweizer Damenunihockey ist das Silber von Västeras auf A-Damennationalteamstufe die 5. WM-Medaille: Neben Gold 2005 in Singapur hatte es 2003 (in Bern) und 1999 (in Börlange/Schweden) Silber und vor zwei Jahren 2007 (in Frederiskhavn/Dänemark) Bronze gegeben.

 

Empfang am Sonntag in Zürich-Kloten

 

Gross Zeit zum Feiern bleibt den erfolgreichen Akteurinnen nicht. Am Sonntag Mittag erfolgt bereits die Abfahrt aus Västeras. Um 16.15 Uhr ist von Stockholm aus der Abflug in die Schweiz geplant, Die Ankunft (mit einem Empfang in Zürich-Kloten) erfolgt am Sonntag um 18.40 Uhr. Am Montag steht für die Spielerinnen dann bereits wieder der Berufsalltag an, am kommenden Wochenende geht’s mit der Meisterschaft weiter, ehe die Unihockey-Weihnachtspause erfolgt.

 

Edith Bussard
Kommunikation swiss unihockey
©  swiss unihockey

Bilder: Florian Büchting

 

Telegramm

 

SCHWEIZ – Schweden 2:6 ( 0:1, 2:4, 0:1 )

ABB-Eishalle, Västeras

Schiedsrichter: Bartosek/Bartosek (Tsch).

Zuschauer: 4521

Tore: 14. Widar (Penalty) 0:1. 21. (20:38) Tuominen (Eiremo) 0:2. 24. (23:52) Lindström 0:3. 25. (24:01) Hofstetter (Stettler) 1:3. 26. (25:45) Dalbjer (Wibron) 1:4. 26. (25:55) Dahlerus (Samuelsson) 1:5. 37. Rüttimann (Stettler) 2:5. 49. Lindström 2:6.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2-mal 2 Minuten gegen Schweden.

SCHWEIZ: Tomatis; Gabathuler, Berner; Hofstetter, Nötzli; Zimmermann, Arpagaus; Morf, Stadelmann, Anderegg; Stettler, Rüttimann, Benz; Suter, Ulber.

Schweden: Pettersoon; Samuelsson, Renström; Wibron, Eriksson; Krantz, Reinestrand; Lindström, Wijk, Dahlerus; Dalbjer, Eiremo, Tuominen; Wikström, Widar, Kristoffersson.

Bemerkungen: 57:37 Time-Out Schweiz, danach bis 59:09 mit 6 Feldspielerinnen. Schweiz ohne Sina Casutt (heimgereist und nach Knieoperation rekonvaleszent). Zimmermann, Arpagaus, Stella, Schäfer und Vögeli nicht eingesetzt. Schwendener Erstazkeeperin. Bei Schweden Karlsson, Rhöös und Tjärnström Ersatz.

 

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